Was tun mit 6.000 J/kg CAPE? Verballern! Wir sind noch nicht fertig mit chasen vom Vortag, als weitere Zellen in direkte Umgebung unseres Motels ziehen. Ein Teil des Teams fährt nochmal raus, der andere Teil genießt die Naheinschläge vom Zimmer aus.

Unsere Strecke am 27.05.2017 (gesamt: 875,0 km):

Der nächste Tag ist einer der nicht so einfachen Tage was die Vorhersage wie auch das Zielgebiet angeht. Wir müssen grundsätzlich südwärts Richtung OKC oder noch weiter. Ebenso erscheint die Option ins östliche OK als Option, dann aber mit mehr Hügeln und Wäldern, was unsere Sicht einschränkt. Nicht zuletzt sind in dieser Luftmasse ordentliche Eisbomben (giant hail) zu erwarten. Apropro ist die Luftmasse regelrecht abartig. Im Zielgebiet wurden Werte zw. 33 und 37°C gemessen bei einem Taupunkt von 20 bis 24°C. Beim Ausstieg aus dem Auto wurde einem regelrecht die Luft genommen.

Große Teile Oklahomas wurden am Nachmittag in eine Tornado Watch versetzt. Das SPC gab mehrfach Mesoscale Discussions heraus (Quelle: SPC).

Unterwegs ist mehrmals Lagecheck und Nowcasting angesagt. Es wird mehrere Aktionszentren geben, wo sich Zellen in dieser Luftmasse rasend schnell entwickeln, aber auch im Verlauf rasch Linien formen werden. Um diskrete Zellen zu erwischen, müssen wir schnell am richtigen Ort sein, wo diese entstehen. Einer dieser Spots dürfte nördlich von Tulsa liegen, wo die Outflow Boundary der nordöstlich liegenden Linie nach Südwesten ausfließt. Was wir nicht erreichen werden ist ein Setup im Texas Panhandle, wo später eine prächtige Superzelle entstehen wird.

Satellitenbild mit CAPE und Strömungslinien (Quelle: COD Weather)

In Sapulpa halten wir zum Check. Jetzt sind die Quellwolken auch nicht mehr mehrere Kilometer über uns (elevated) sondern deutlich vom Boden aus getriggert. Wir haben unsere Target Area erreicht, nicht zuletzt durch Heikos Erfahrung. Und siehe da, es explodiert bereits im Norden:

Wir machen uns auf den Weg zu dieser Zelle, die rapide wächst. Kein Wunder bei diesem Saft an dem sie zutschen kann. Der Eisschirm ist schnell da und scharf abgegrenzt:

Zwischen Talala und Watova sehen wir die Basis nun deutlich im Norden, wobei es im Süden bereits eine neue Meso gibt:

Unsere Ostoption nach Jamestown haben wir am Abzweig verpasst. Dummerweise war dann auch das Radar nicht aktualisiert und wir teilten uns auf. Team 1 fuhr nach Osten über Jamestown, Team 2 zurück nach Süden.

Team 1 kam noch kurzzeitig in den RFD der alten Meso. Im Verlauf wichen wir südostwärts und anschließend nach Süden aus um der Zelle zu entkommen. Bilder waren hier während der Fahrt nicht möglich, da nun Teamwork gefragt war, was Navigation und Nowcasting angeht.

Wir sind jedenfalls sicher und rechtzeitig entkommen und trafen später südlich von Pryor wieder auf das 2. Team. Zum Abschluss liesen wir uns östlich von Tulsa noch von einer Zelle überrollen, die um uns herum Erdblitze zum Boden feuerte. Wir schauten und hörten uns das Spektakel von einer Waschbox aus an. Danach checkten wir in Tulsa ein.

English: After a rather short night, we were back on the road at 11am, refuelling and shopping already done. The crew wanted more, which meant we had to make it all the way through Kansas to central Oklahoma to get to where the action would happen. We were so focused on that target with it’s crazy 6000J/kg CAPE values that we didn’t really notice that there was actually a decent chance for structurally much more beautiful storms in the Oklahoma panhandle region.

We only noticed when some stunning photos made the rounds at the end of the day. Seems there’s always something to be unhappy about, but in all seriousness, we could have done better today. That’s particularly true given that high CAPE setups usually disappoint. Sure enough, this setup didn’t fail to disappoint in every possible way.

While our strategy worked out well (we positioned ourselves further east a few miles west of Tulsa, OK), the storm that did eventually fire two hours before sunset couldn’t get its act together. Hazy with limited sight, fast moving and more than one updraft, i.e. two mesocyclone that had to be paid attention to.

No inflow winds were a clear indication that one of the major ingredients for proper storm development was missing. Speaking of missing: Chasers nightmare (the region east of Interstate 35 which is everything east of Oklahoma City) didn’t fail to fulfil its promise either. We run out of roads and had to let the more promising updraft go with no chance to ever see it again.

It shouldn’t matter, as this storm never produced anything big. The second updraft also slowly died and what looked to be a promising and potentially dangerous setup at the outset turned out to produce a joke of a chase-day. More or less the perfect bust. Usually it is your fault if things fail.

This time it was the atmosphere that failed big time. As mentioned earlier, this is what these setups are known for and personally, I wouldn’t have chased it anyways. But the crew wanted more … Perhaps the crew could have been convinced to go west, if only my sleepy brain had worked in the morning in order to be able to tempt them away from the high CAPE crap in the first place. But as always, there are no regrets as you learn with every step you go.

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