Alles könnte so einfach sein, wären da nicht… Fangen wir so an: Am Ende trafen wir uns wieder an der Tankstelle an der I-70 in WaKeeney und alles war ok nach einem abwechslungsreichen Chasingtag. See english summary below.

Unsere Strecke am 25.05.2017 (gesamt: 757,3 km):

Wir starten unseren Tag mit der üblichen Wetterbesprechung. Der Enthusiasmus vom Vortag weicht etwas, da statt einzelner Zellen durchaus Clusteroptionen in Colorado drin sind bzw. noch ein paar organisatorische Dinge im 2. Fahrzeug zu beheben sind. Dafür könnte auch südlicher in Kansas was gehen.

Wir halten uns beide Optionen offen, werden aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zu Beginn der Show im Norden dabei sein. Wir setzen auch auf den südlicheren Teil, zumal unser Forecaster Cluster und Chaserkonvergenzen nicht mag ;). Die Ausgangslage an sich hat das SPC mit einem Enhanced Risk gewürdigt.

Also erstsmal westwärts nach Lamar um dort abzuwarten und nochmal Lage zu checken. Unser 2. PKW mit Heiko und Marco machte bereits an den Vortagen etwas Zicken und war recht hungrig nach Öl.

Nachdem dies neuerdings aufgefüllt wurde und wir nach Granada starteten, funkte Wagen 2 dass sie liegengeblieben sind. WTF? Tatsächlich war für den Audi hier Endstation und die Beiden mussten auf den Abschleppdienst warten. Deutsche Urlauber mit deutschem Auto bleiben in den USA liegen, chapeau!

Wagen 1 fuhr weiter nach Osten. Es löste ein paar hochbasige Zellen aus, vor die wir uns via Garden City südwärts platzierten. Eine kleine Feuchtekonvergenz war vorhanden und vielleicht sollte es zünden. Dass wir auf Risiko damit spielten, am Ende leer auszugehen, war uns durchaus bewusst. Erster Stopp nördlich von Sublette wo sich die erste Zelle probierte:

Die zweite folgte und wir wichen wieder südwärts aus und folgten ihr nordostwärts Richtung Dodge City. In dieser Zeit war auch unser 2. Team glücklicherweise wieder mit neuem Fahrzeug unterwegs nach Norden zur „größeren Zelle“.

Unsere verstärkte sich dann Richtung Dodge City und bildete noch eine nette Basis aus, das Risiko ging also noch auf, wenn wir uns auch mit Kreisklassenniveau begnügen dürfen, wenn wir Champions League haben könnten. Wir fuhren am Rand der Zelle nordwärts um die „Nordzelle“, die nun Südostkurs einzuschlagen schien, abzufangen.

Diese zog aber nun schneller und östlicher ab und wir beendeten die Jagd beinahe. Da sich noch einzelne Zellen mit netten Blitzen bildeten hielten wir, wie auch unser 2. Fahrzeug, ostwärts nochmal an um das Feuerwerk anzuschauen. Unser 1. Wagen kam dabei noch an einem netten Spot mit einer Kirche vorbei und es klappte schließlich dort mit ansehnlichen Motiven:

Somit sind wir am Ende doch wieder aus der Kreisklasse aufgestiegen und trafen in WaKeeney auf unser 2. neues Fahrzeug. Der Fahrzeugtausch hat soweit doch schneller geklappt als gedacht und am Ende gab es sogar noch eine Chasingoption für die Beiden.

Lachend und kopfschüttelnd begrüßten wir uns an der Tankstelle und hatten erstmal eine Menge zu erzählen. Im Anschluss begaben wir uns noch Richtung Denver um für morgen startklar zu sein.

Bericht Team 2: Das Chasing von "Wagen 2" gestaltete sich etwas abenteuerlich. Zunächst versagte der inzwischen zweite Mietwagen (Audi Q5) seinen Dienst und kam etwas östlich von Lamar (CO) unter rauchendem Auspuff zum finalen Stillstand. Nach zähen Verhandlungen mit dem Alamo Car Rental unter der brennenden Sonne Colorados (33 Grad Celsius) kam glücklicherweise bereits nach kurzer Zeit ein Abschleppdienst und brachte Heiko und mich zum Wagentausch nach Garden City (Kansas).

Durch einen glücklichen Umstand zog dort direkt ein Gewitter auf. Während wir im Office des Car Rentals auf den Wagen warteten, ertönte im Radio die erste Wetterwarnung. Als wir dann endlich mit einem frischen Jeep Grand Cherokee ausgestattet aufbrechen konnten, fiel die Entscheidung auf die nördlichere Entwicklung bei Oakley (KS).
Während die Sicht durch den aufgewirbelten Staub stellenweise auf wenige Meter eingeschränkt wurde, trafen uns anderenorts umherfliegende Tumbleweeds auf der Fahrerseite. Beeindruckt hat uns vor allem, dass die Windböen so stark waren, dass sie den Rasen auf den Wiesen ausrissen und über die Straße wehten. Bei Utica gelang es uns dann, aus dem RFD herauszufahren und einen Blick auf die Wallcloud zu erhaschen. Etwas östlich des Highway 283 bekamen wir dann noch eine ansehnliche Shelfcloud zu sehen. Auf dem Rückweg zum Treffen mit "Wagen 1" beschlossen wir den Abend mit dem Blick auf wunderschöne Wolkenblitze an einem zunächst freistehenden CB.  

Ein aufregender und doch erfolgreicher Tag geht zu Ende. Wir werden uns lange daran erinnern und sind um weitere Erfahrungen reicher. Gerade solche Tage machen auch Storm Chasing aus.

Back to chasing mode meant routine check of the forecast in the morning. While things appeared pretty obvious the day before with respect to the target area whereas model guidance in the morning was a bit more tricky.

Northeast Colorado (NE CO) looked still okay, but with a strong tendency for clustering storms. The fast formation of a squall line along the cold front was a viable option as far as the morning forecast was concerned.

In contrast, a more southerly (southwest Kansas) option was forecast to be slightly more interesting than the day before, so we didn’t make a decision straight away. Since one of our cars broke down due to some technical problem, we had to split the team since car replacement would take a few hours.

The chase team was hence brought down to four, led by the most cluster-o-phobic meteorologist ever. I just couldn’t jump on the northerly bandwagon and hoped for some action in the south. Although the northerly storm fired in a more discrete form than anticipated, some weak southerly cells also popped up.

The issue was that no clustering appeared at the cold front south of the storm in NE CO, which meant that it stayed pretty far away anyways. Essentially, we were now committed to go for the southerly cells and hope for the best.

They did try hard, but it turned out that the moisture supply was indeed too weak to get them properly going. One updraft did produce decent structure for an hour or so, but it’s hard to deny that the northerly storm produced much more picturesque and impressive structures judged by imagery posted by the many hundreds (if not thousands) who went with the mainstream chase option today.

The other team has gotten a new car within a matter of two hours and managed to go after the northerly storm in an attempt to get a glimpse what might be left of the matured storm. However, the storm had already started to become outflow-dominant and produced intense if not dangerous outflow winds that easily reached more than 100 km/hour.

The new car of team north was immediately tested for it’s ability to cope with gale force wind gusts. Taking photos under such circumstances was only possible for a few moments before the winds hit for good. The remainder of the chase meant photo action from inside the car for them.

Interestingly, the now (but much later than forecast in the morning) clustering northerly storm system moved south whereas the southerly cell we chased moved north (while eventually dying). Hence it took the southerly team not too long to catch up with the northerly team and before we knew it, we were re-united right at the entrance to the Interstate 70.

From there, it took us another two hours back to the KS/CO border (Burlington, CO) close to tomorrows target area, when we would have a surprisingly similar setup yet again.

Bottomline: Sometimes it’s good to split teams in order to chase all the available options. Obviously, that doesn’t mean both teams will be equally happy, but I think it was win/win for us today nevertheless. Good chase despite car break down for team north and a decent chase day with some new lessons learned for team south. No one missed out on too much and we can share our photos and stories. The lesson learned would have to be that the simpler option is not always the wrong option ;-)

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