Gefährliche Lage heute in den Central Plains. Wir jagten zwei tornadische Superzellen von Snyder bis Watonga und konnten zum Abschluss noch Mammatus im Abendlicht betrachten. See english summary below.

Unsere Route am 18.05.2017 (gesamt: 516,5 km):

Der erste Chasingtag beginnt tatsächlich mit einem High Risk in den Central Plains. Für den Großteil des Teams das erste Mal. Gemischt sind die Gefühle dabei zwischen Enthusiasmus und Zurückhaltung. Das zeigt sich auch an solchen Tagen bei den GPS-Positionen der Chaser:

Das Morgenbriefing resultiert in der Entscheidung, außerhalb der High Risk Area zu bleiben, zumal es auch zeitlich knapp wird. Wir plädieren auf einzelne diskrete Zellen die an der Dryline auslösen und hoffentlich nicht zu früh verclustern.

Zunächst aber müssen wir unseren mobilen Router aus dem Walmart zum laufen bringen, was im Motel nicht klappte und auch im Verizon Store nicht möglich war. Also zum nächsten Walmart und dort klappte es dank hochmotivierter Fachkräfte ;)

Nun musste nach erneutem Check die Target Area festgelegt werden: Lawton (nordwärts) oder Vernon (ostwärts). Die Entscheidung fiel auf Lawton. Auf dem Weg hatte es die ersten Zellen bereits ausgelöst und wir fuhren via Lawton ostwärts nach Snyder um näher an die Zelle zu kommen, die mittlerweile tornadobewarnt war.

Zu dieser Zeit war dann auch südlich von Vernon (unserer 2. Option) eine vielversprechende Zelle entstanden. Die Radarsignatur beeindruckend, aber Entscheidungen sind getroffen…

Hinter Roosevelt bekamen wir endlich nach der Pampe am Himmel mehr Struktur zu Gesicht. Dabei war nicht ganz klar ob Wallcloud, möglicher Funnelversuch oder einfach nur wildes Fetzen (siehe Bild oben). Wir hielten kurz zur Beobachtung und fuhren bald wieder nordwärts und versuchten über eine Ostoption nochmal später nach Norden heranzukommen, doch sie zog zu schnell weg und wir warteten die 2. Zelle dahinter ab.

Nach kurzem Coffee-Brake an einer Tanke in Mountain View hatte die 2. Zelle etwas zugelegt, was für uns die nächste Nordoption darstellte. Und diesmal sollte das Timing passen. Wir kamen pünktlich an als sich die Zelle ihre Wallcloud zurecht legte und knapp an uns vorbeizog. Was aber noch fehlte war der sanfte Inflow zur Zelle am Boden. Den haben wir irgendwie vermisst. Waren wir zuerst noch so gut wie alleine, kamen bald mehr und mehr Chaser vorbei. Auch wir wollten dran bleiben und verlagerten uns mit der Zelle wieder nach Nordosten. Dabei ging sie immer wieder Phasen der Verstärkung und Abschwächung durch.

Über die I-40 ging es weiter gen El Reno und vorher aber nach Nordosten (Geary) wo wir die Zelle dann ziehen ließen, da einerseits schnell und andererseits wieder abschwächend.

Die Zellen im Nordwesten waren noch eine Option, die aber bald wieder verworfen wurde. Lunchtime bei Pizzahut und Lagecheck, auch wegen dem Ausgangspunkt für morgen. Und der besagt: Dahin zurück wo wir hergekommen sind und Ende für heute.

Doch getreu dem Motto an der Tankstelle:

Zusammenfassung: Spannender Tag und erste (Rück)Gewöhnung an die Plains, die soweit zufriedenstellend für das Team war. Einige organisatorische Kleinigkeiten und Erwartungshaltungen werden noch angepasst und dann sind wir bereit für den nächsten Tag und weitere Wochen. 23 Tornado Reports sind übrigens beim SPC verzeichnet, einige haben im OK auch Schäden und Verletzte hinterlassen.

Our two newbies in the team should be welcomed with a legitimate High Risk for severe weather as issued by the Storm Prediction Center, upgraded from Moderate Risk the day before. However, we would stay south of the High Risk area at the border between Texas and Oklahoma (Wichita Falls/Lawton) in order to keep the chances for more discrete storm modes.

That said, timing of storm initiation was odd (i.e. very early afternoon), so that we had to resort to the classic “let’s wait and see” kind of chasing. Sure enough, the first two storm fired up on the dryline in Texas and the TX/OK border just after 1pm.

Since we positioned ourselves in Lawton, we went with the more northerly storm at said border. The muggy moist air (due to strong warm air advection) meant fairly poor visibility so that it took ages until we got close enough to the storm to see the mesocyclone (the inflow area of a supercell storm). It did look promising at first, but before we knew it, the storm turned into something less exciting. But it was waaaayyy too early to give up.

A coffee break and some serious map checking later, we decided to approach a weaker cell that followed the struggling first one. And it didn’t disappoint. The updraft was well and alive, rotating in textbook fashion. Yet inflow into the cell was weak and the willingness to develop into something more epic just wasn’t noticeable.

We kept chasing the cell up until north of Interstate 70, but eventually did give up in Watonga. The cell died soon after and since no other convection in our reach looked promising anymore, we called it a day at Pizza Hut. Yes, it’s nothing the pescatarian hipster that I am would enjoy too much, but - obviously - you have to make sacrifices when travelling in gods own country.

At the end of the day, we got to see a decent sequence of storms with sufficient action to keep the newbies happy. The more southerly cell we dismissed at the beginning seem to have done a bit better, but that’s the way storm chasing works. You won’t always make the perfect choice … and the other storm is always better anyways ;-)

We finally repositioned to Lawton again as more action in the same area is forecast for tomorrow. Probably the last proper chase day in a while as extremely anomalous cold air is going to flood the Great Plains the day after tomorrow, literally killing the potential for severe storms.

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